Projekte

Golden Women

Diese selbstinszenierte Fotoserie besteht aus 42 Fotos. Die Serie handelt dabei von der Romantisierung von Menschen erschaffener Natur. Ziel meiner Arbeit ist es die Bedeutung der Romantisierung heute wie früher zu verbinden, also den Stil der Romantik zu imitieren aber auch etwas in einem idealen Licht darzustellen. Heutzutage ist die meiste Natur, die uns umgibt von Menschen beeinflusst. Dies mach die Natur nicht weniger wert, meines Fotos sollen grade zeigen, wie schön die Natur sein kann, die wir erschaffen haben.  Ich zeige dabei verschiedene Landschaften, eine Versickerungsgrube, Bäume, die von Menschen gepflanzt wurden, abgesägte Baume, ein Feld mit Windrädern im Hintergrund und Heuballen. Alles Sachen, wo der Mensch eingegriffen hat, aber trotzdem eine Schönheit darin zu finden ist. Man kann sagen das ich in meinen Fotos diesen Eingriff des Menschen idealisiere. 

 

In all den Fotos ist auch eine weibliche Figur wiederzufinden, die an die Schönheitsideale von heute angepasst ist. Trotzdem nahm ich mir Inspiration aus verschiedenen Werken aus der Romantik, wie auch die Posen, von Waterstones Wassernymphen, der Venus von Boticelli, bis zur Freiheitsstatue. Die Kleidung ist modern, aber trotzdem nicht so abwegig von der Mode von damals, ich trage eine Corsage und ein Chiffon Kleid. Das Ganze ist freizügiger als damals und heute in Mode. Die Kleidung zeigt aber auch wie damals den Status der Frau. Dazu bringt das Chiffon-Kleid, durch den leichten Stoff, Bewegung rein. Die Ästhetik ist wieder angelehnt an die, die in den sozialen Medien zu finden ist. Dazu kommt noch das blonde Haar mit dem braunen ausgewachsenen Ansatz, der auch wieder auf einen Status hindeutet. 

Das Handy in der Hand soll die Bildwelt brechen wie auch auf die Moderne Bezug nehmen. Geschichtlich haben sich Fotograf*innen mit dem Auslöser in der Hand abgelichtet. Durch die technischen Fortschritte ist das heutzutage das Handy. Das Ganze bringt einen Bruch ins Bild und verdeutlicht das Selbstinszenierte weiter. 

4 Years

Nach 4 Jahren habe ich meine Dreadlocks abgeschnitten und den Prozess dokumentiert.

Die Künstlerin versucht hierbei während der Performance grade emotionslos in die Kamera zu schauen. Doch wird sie durch ihre Emotionen wie auch durch die Aktion immer wieder von der Kamera abgelenkt. Dabei merkt man die Gefühlswelt, die in ihr vorgeht, den Mut den sie vor dem Abschneiden der ersten Dreadlock sammeln muss, den Schock danach, den Moment wo man die Trauer sieht und irgendwann zu Ende die Gefühlslosigkeit. Der Teil des Abrasierens ist dabei rausgeschnitten da er sehr monoton ist und nicht viel zur Veränderung beiträgt. Am Ende noch mal das Durchkämmen von den wenigen Haaren die noch auf dem Kopf sind als erstes Kämmen nach langer Zeit.

Im Hintergrund hört man die Schere und das schwere Atmen am Anfang. Die Schere kommt nicht geschmeidig durch die Dreadlocks und brauch eine Zeit um sie abzuschneiden. Dieses Geräusch ist mediativ, bedeutet aber auch gleichzeitig Schmerz. 

Am I an Artist now?

Bei diesem Projekt beschäftige ich mich mit den Meistern der Vergangenheit und stelle mir die Frage, wo ich mich einreihe. Das Projekt ist selbstinszeniert und ich stelle Portraits wie auch Kunstwerke dar die mehr oder weniger bekannt sind. 

@every.other.influencer

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Beauty-Standard in den sozialen Medien, im Besonderen mit Instagram. Mir ging es darum besonders das Phänomen Influencer und wie sie sich und ihr Lebensstyle darstellen. Da es viele verschiedene Influencer gibt habe ich mich hauptsächlich mit Beauty, Fashion und Lifestyle-Influencern beschäftigt. In meiner Recherche habe ich mir viele verschiedene Influencer und ihre Bilder angeschaut und für mich bestimmt welche unterschiedlichen Merkmale wie oft wiederzufinden sind, zumal in Hinsicht von Schönheitsidealen. Diese sind für die meisten sehr unrealistisch und es gibt eigentlich bei der Sorte Influencer nur ein bestimmtes Erscheinungsbild. Die Figur sollte kurvenreich und sanduhrförmig sein, die Lippen groß, mit kleiner Nase, großen Augen und langen Beine.  

Natürlich sieht nicht jeder so aus, da man aber in den sozialen Medien mit diesem Bild konfrontiert wird, kann das zu Problemen mit der Selbstwahrnehmung führen und man möchte etwas erreichen was nicht möglich ist. In meiner Kunst möchte ich gerne dieses Bild in Frage stellen und aufzeigen, dass es sehr unnatürlich ist für einen Menschen so auszusehen. Um das zu erreichen habe ich mir eine Persona ausgedacht die ich “Cassy Chloe” benannt habe als Anspielung an die Influencer-Familie Kardashians. Diese Persona verkörpert überspitzt das Schönheitsideal, welches ich oben beschrieben habe. Um das zu erreichen habe ich mein Körper mit Hilfe von Silikon- und Gelatinteilen verändert.